Ökobilanz

Die Ökobilanz ist der Wert, der angibt, wie viel ein Produkt – von der Rohstoffgewinnung bis zur Auslieferung – an Ressourcen verbraucht. Er gibt damit an, wie sehr das Produkt die Erde schröpft. Die Ökobilanz kann immer nur annährungsweise ermittelt werden, und umso schwieriger, je mehr Rohstoffarten, Firmen, Bauteile, etc. eine Rolle spielen.

Unsere Ökobilanz sieht ungefähr so aus:
Die Produktionsanlage wurde zu 90% aus Resten, B-Ware und Sperrmüll gebaut. Der Betrieb läuft mechanisch. Wir ernten, waschen und sortieren das Seegras von Hand, getrocknet wird es von Wind und Sonne. Strom brauchen wir nur für Licht und Welle Nord.

Die verwendeten Stoffe sind überwiegend Verschnitt: Reststoffe von Nähereien oder LKW-Plane aus der Zeltproduktion.

Für den Versand nehmen wir ausrangierte Kartons.

Bis hierhin haben wir also etwas über Null an Ressourcen verbraucht.

In der Bilanz kommen jedoch noch hinzu :
– die Baumwollstoffe, die wir neu einkaufen, um eine Kollektion aufzubauen,
– Reißverschlüsse, Nähgarn, Schneiderkreide, etc.,
– Wathose, Gummihandschuhe, etc.,
– nicht zuletzt Dinge, wie der Computer, der laufen muss, um diesen Text zu schreiben.

Aber jetzt kommt`s: der Laster. Ein 6-Tonner von 1992, der 13 Liter Diesel auf 100 km verbrennt und ohne Kat in die Luft pustet, der Öl braucht und Schmierstoffe und Ersatzteile. Doch ist dieses Auto zugleich Erntewagen, mobile Waschanlage, Verkaufsstand und Koje. Dieser Mehrfachnutzen sei die Legitimation, zumal ein Neuerer mit weniger Verbrauch und saubererem Abgas viel zu teuer wäre. Aber zugegeben, das Auto zieht die Ökobilanz in den Keller.

Wir können einen Teil davon aber wieder abziehen, und das liegt an Folgendem: Das größte Problem der Ostsee ist die Überdüngung und in der Folge Sauerstoffmangel und Fäulnis. Wenn wir aber das Seegras vom Strand wegholen und es damit der „Verdauung“ in der Ostsee entziehen, senken wir den Sauerstoffbedarf. Was mal tatsächlich ein ökologischer Beitrag ist.

In der Summe versuchen wir, unseren Ressourcenverbrauch so klein wie möglich zu halten und Produkte anzubieten, die tatsächlich ökologisch sind.