Küstenschutz

Man braucht kein gewiefter Hydrodynamiker zu sein, um sich vorzustellen, dass Seegraswiesen die Küste schützen: Die Wurzeln verdichten den Boden und das Gras bremst die Wellen. Selbst am Strand liegendes Seegras hat noch eine erosionsbremsende Wirkung, weil die mit Sand und Tang zusammengeklebten Haufen den Schwung der Wellen brechen. Aus diesen Haufen sprießen im Frühling Pflanzen, die mit ihren Wurzeln wieder für eine Verfestigung sorgen – natürlicher Küstenschutz.

Will man etwas für die Ostsee tun, ist „Aufforsten der Seegraswiesen“ sicher ein geeignetes Mittel. Allerdings ist mir nicht bekannt, ob damit schon Erfahrungen gemacht wurden. Der erosionsbremsende Effekt ließe sich sicherlich mit Anpflanzungen auf sandigen Nordseedünen vergleichen.

Darüber hinaus werden in Seegraswiesen in hohem Maße Nährstoffe umgesetzt und Sauerstoff produziert, was für die Ökologie der überdüngten Ostsee von entscheidender Wichtigkeit ist.